„Pecunia non olet“ ist der Titel der Ausstellung, die am 4. Juli 2023 in den Uffizien in Florenz eröffnet wird und bis zum 17. September 2023 zu sehen sein wird.
Die Veranstaltung in Florenz erregt in unserer Zeit, in der sich die Bankenwelt rasant und nicht ohne Kontroversen entwickelt, besondere Aufmerksamkeit. Sie bietet einen Überblick über die Banken des antiken Roms und enthält interessante Vergleiche zwischen den damaligen und den heutigen Institutionen.
Was bietet die Ausstellung Pecunia non olet?
Die Ausstellung bietet ca. etwa fünfzig Werke, von europäischen und italienischen Institutionen, und ist in fünf Abschnitte unterteilt. Es veranschaulicht die Wirtschaft des antiken Roms anhand seiner Wirtschaftsinstitutionen und ihrer Entwicklung. Es beginnt mit dem frühen Rom, das durch ein vormonetäres Regime gekennzeichnet war, und reicht bis in die Republik und Kaiserzeit. Gezeigt werden Münzen, Reliefs, nummularische Tesserae, Auktionsaufzeichnungen und Sparschweine. Ein charakteristisches Merkmal ist die „Mensa“, der Schalter, der im Laufe der Zeit zum Symbol der Berufe wurde, bei denen es um Geld ging. Geld wurde zum Tauschmittel, aber auch zum Zeichen von Wohlstand und Macht. Verschiedene Berufe waren damit verbunden, die entstanden und sich entwickelten und einen bestimmten sozialen Status erlangten.
Pecunia non olet, Objekte und Berufe
Das Bankgeschäft wurde damals wie heute von einer bestimmten Gruppe von Berufsgruppen betrieben. Pecunia non olet beispielsweise beschreibt die sogenannten Argentarii, die Kreditgeschäfte und Finanzspekulationen durchführten. Oder die Nummularii, eine Art Agenten, die sich um den Geldwechsel, die Kreditvergabe und die Kontrolle der damit verbundenen Gelder kümmerten. Nummularkarten erfüllten damals eine ähnliche Funktion wie moderne Barcodes. Informationen über die damaligen Aktivitäten stammen aus antiken Quellen. Ein Vergleich der damaligen Aktivitäten offenbart einen interessanten Aspekt. Die Rollen der damaligen Akteure unterscheiden sich etwas von denen heutiger Bankiers.Die damaligen Betreiber befassten sich auch mit Auktionsverkäufen. was in den heutigen Bankinstituten nicht vorhanden.

Bestimmte Charaktere
Die Ausstellung präsentiert auch die Geschichten einiger Figuren sowie ihr Berufs- und Alltagsleben. Sie wird bei der Arbeit (z. B. bei der Leitung einer Auktion), ihrer Arbeitskleidung und ihren Werkzeugen dargestellt. Dieser Abschnitt vermittelt ein besseres Verständnis der Rollen der Bankiers zu dieser Zeit und hilft den Besuchern, ihre grundlegende Rolle in der damaligen Gesellschaft zu verstehen. Der Direktor der Uffizien betont, dass „Pecunia non olet“ die erste Ausstellung ist, die sich mit dem Thema der Wirtschaft des antiken Roms und den bis heute in diesem Sektor spürbaren Auswirkungen befasst und diese erforscht.
Eine komplexe Welt
Die Kombination aus archäologischen Funden, Textdokumenten, persönlichen Geschichten und Alltagsdemonstrationen verdeutlicht die Komplexität und Tiefe dieser Finanzwelt, die oft übersehen wird. Gleichzeitig hilft sie uns, ihre überraschende Modernität zu verstehen. Eine wertvolle Gelegenheit sowohl für Branchenexperten als auch für die breite Öffentlichkeit. Das Programm läuft bis Ende September und stellt sicher, dass auch diejenigen, die bereits ihre Sommerferien können Sie Ihren Messebesuch im Herbst problemlos planen.
Geld stinkt nicht, nützliche Informationen
Der Titel der Ausstellung ist einem berühmten Sprichwort des römischen Kaisers Vespasian entnommen. „Geld stinkt nicht“ hat im Laufe der Zeit eine Bedeutung erlangt, die uns dazu anhält, die Herkunft des Geldes nicht allzu genau zu hinterfragen. Die von Novella Lapini und Fabrizio Paolucci kuratierte Ausstellung ist von Dienstag bis Sonntag von 8:15 bis 18:30 Uhr geöffnet. Der Katalog erscheint bei Silvana Editoriale. Vollpreis: 26 €; freier Eintritt für Personen unter 18 Jahren. Für bestimmte Kategorien sind Ermäßigungen verfügbar. Die Uffizien befinden sich im Stadtzentrum und sind vom Bahnhof aus bequem zu Fuß erreichbar. Wenn Sie mit dem Auto anreisen, sollten Sie Lage und Entfernung der Parkplätze im Auge behalten.
Interessante Vergleiche
Die Ausstellung „Pecunia non olet“ bietet eine großartige Gelegenheit für diejenigen mit einem spezifischen beruflichen oder akademischen Interesse sowie für diejenigen, die sich für ein originelles Reisethema interessieren. In beiden Fällen könnte es interessant sein, die Florentiner Ausstellung zu besuchen und sie anschließend zu besichtigen. zwei berühmte venezianische Institutionen, deren Rolle sich später wie ein Lauffeuer auf verschiedene Zeiten und Orte ausgebreitet hat. Auch in diesem Fall handelt es sich um Ziele, die großen Touristenströmen kaum bekannt sind.
Von Venedig in die Welt
Die erste ist die „Red Bank“" im Ghetto, der ältesten der Geschichte. Jüdische Bankiers erlaubten den Menschen, einen Gegenstand gegen eine Geldsumme zu verpfänden. Die Banco Rosso kann noch immer besichtigt werden, und im Inneren befinden sich Dokumente aus der Zeit der verpfändeten Gegenstände, aus denen ihre Art und ihr Wert hervorgehen. Der Überlieferung nach leitet sich der noch heute gebräuchliche Ausdruck „in die roten Zahlen geraten“ von der roten Quittung ab, die denjenigen ausgestellt wurde, die einen Gegenstand verpfänden wollten. Die zweite ist die „Banco Giro“, noch immer in der Nähe von Rialto zu sehen, eine Art Bankinstitut, das hauptsächlich von Händlern genutzt wird und fast ein Geldautomat ante-litteram ist.



